Sumbawa überrascht und bebt

Sumbawa. Die Insel überrascht und bebt

Sumbawa. Die Insel überrascht und bebt

Wir waren von Sumbawa total überrascht. Der „Lonely Planet“ schreibt unter anderem zur Insel Sumbawa (#Sumbawa):
„… steigen die meisten Überlandreisenden auf dem Weg von Lombok nach Flores nicht einmal aus.“

Wir können aus unserer Erfahrung sagen, die Reisenden verpassen etwas! Schon auf der Überfahrt von Lombok nach Sumbawa wurde uns klar, wir sind fast die einzigen Individual-Touristen hier. Vielleicht war dies unser Glück und wir sind deshalb so eng mit den Einwohnern von Sumbawa zusammen gekommen.

In unseren kurzen Film „Sumbawa“ sind ein paar besonders schöne Eindrücke festgehalten:

Mr. Opick’s Haus und seine Freunde

Kurz vor der ersten großen Stadt Sumbawa Besar fing uns ein junger Mann auf dem Motorrad ab (#SumbawaBesar). Er war eigentlich auf dem Weg in die entgegengesetzte Richtung unterwegs. Es war Subhan, Mitglied des hiesigen Mountainbike-Clubs „SABIC„.

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Treffen mit Subhan (links)
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Mountainbike-Club in Sumbawa Besar

Durch ihn bekamen wir noch am gleichen Tag ein neues Zuhause bei Mr. Opick, einem ebenfalls begeisterten Montainbike-Fahrer. Wir fühlten uns bei ihm wie ein Mitglied seiner Familie.

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gesunder Kokosmilch-Umtrunk bei Mr. Opick (Mitte)

Auf seinem Balkon bekamen wir einen himmlischen Platz gegenüber einer Bergkulisse zum Schlafen. Kühle Nachtluft und Sternenhimmel waren garantiert.

In den folgenden Tagen wurden wir voll in die Radsportaktivitäten des Clubs integriert. Immer neue Mitglieder des Clubs kamen bei Mr. Opick vorbei und machten von hier aus Touren mit uns oder luden uns zu sich nach Hause ein.

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Badespaß nach der Radtour mit den SABIC-Radfreunden

Hier bekamen wir unsere ersten indonesischen Worte liebevoll beigebracht.

Als kleines Dankeschön haben wir für alle ein deutsches Mittagessen gekocht. Die Frau von Mr. Opick räumte dazu bereitwillig die Küche, die sonst das Hoheitsgebiet der Hausfrau ist. Zusammen mit einigen Mitgliedern des SABIC-Clubs schnitten wir die Zutaten, wirbelten zwischen vielen Töpfen und Schüsseln herum und produzierten auch jede Menge schmutziges Geschirr.

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Wir kochen ein deutsches Essen
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Viele helfende Hände beim Kochen

Es gab das, was der Markt für ein typisch deutsches Essen an Zutaten zu bieten hatte: Kartoffeln mit Soße, Blumenkohl mit Semmelbrösel, Tomatensalat und knusprige Hähnchen-Schenkel. Ganz ohne Reis – das war für unsere neuen Freunde unvorstellbar. Neugierig auf das neue Geschmackserlebnis haben sie alles aufgegessen.

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Unser deutsches Essen

Der Abschied von Mr. Opick und seiner Familie fiel uns nach 5 erlebnisreichen Tagen  unheimlich schwer.

Sumbawa überrascht und bebt
Abschiedsfoto von Mr. Opick und seiner Frau

Behörden-Besuche

Mr. Opick hatte sich auch als Sponsor für die Verlängerung unseres 60-Tage-Visums bereit erklärt. Die Bearbeitung dauerte 2 Vormittage und 2 Nachmittage. Für die fast 3-stündigen Mittagspausen musste man die Behörde verlassen und sich irgendwo anders die Zeit vertreiben. Wir hatten zusammen mit Mr. Opick schon innerhalb der ersten 1,5 Stunden alle zahlreichen Formulare ausgefüllt, Passkopien und die Materei-Briefmarken organisiert. Vielleicht hätte man den Entscheidungsprozess beschleunigen können, aber wir hatten genug Zeit. Und schließlich sind zwei  Arbeitstage ganz passabel ohne die Dienste einer privaten Agentur. Im Internet findet man 5 Arbeitstage als Richtwert angegeben. Der Verwaltungsakt hat dann 355.000IDR pro Person und 6.000IDR für die Materei-Marke gekostet, also ca. 25€ pro Person. Nun können wir 90 Tage in Indonesien bleiben und müssen nicht den großen Umweg der Ausreise über Timor Leste machen.




Sumbawa bebt

Auf Sumbawa haben wir unser erstes Erdbeben live erlebt. Für ein paar Sekunden wackelte der Boden und ebenfalls Mr. Opick’s Haus. Wir rannten alle schnell ins Freie. Da war der Spuk auch schon vorbei. Aus den Nachrichten haben wir dann erfahren, dass der ca. 200 km entfernte Vulkan Mount Rinjani auf der Insel Lombok einen kleinen Ausbruch hatte (#MountRinjani #Lombok). Für einige Tage waren die Flughäfen von Lombok, Bali und Sumbawa gesperrt. Opfer waren zum Glück keine zu beklagen.

Begegnungen auf der Strecke

Immer wieder waren es die vielen kurzen Begebenheiten am Tag, die uns auf Sumbawa überraschten. Klar, die vielen winkenden Kinder am Straßenrand sind  nicht zu übersehen. Sie waren ganz wild darauf, mit uns zusammen fotografiert zu werden.

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Jubelnde Kinderschar

Die Jugend und die Erwachsenen sind übrigens genauso. Fast jeder hat ein Handy und zückt es, um ein Bild mit den zwei verrückten Deutschen zu bekommen. Wir haben schon Fotos mit Englisch-Lehrern, Fernfahrern, Reisenden, einem Bankdirektor, Köchin, Restaurantbesitzer, liebenswerten Opa, Polizist u.a. gemacht.

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Foto-begeisterte Jugend

Besonders beeindruckend fanden wir das einzigartige Motorrad mit Beiwagen von 3 jungen Männern aus Jakarta.

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Abenteurer-Motorrad mit SIX-Travel-Aufkleber

Die Drei sind mit diesem Motorrad 21 Tage vorher aus Jakarta gestartet, um den Vulkan Mount Tambora zu besteigen (#Jakarta #MountTambora). Als sie uns am Straßenrand entdeckten, hielten sie spontan an und luden uns zum Kaffee ein. In ihrer Ausrüstung gab es einen Camping-Kocher. Wir holten unsere Kekse heraus. Jetzt schmückt unser „SIX-Travel“-Sticker das verrückte Motorrad und wir radeln mit ihrem „Pontamadventure“-Aufkleber an unserer Packtasche und ihrer Flagge weiter.

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Abenteurer-Motorradfahrer

Neue Freunde aus der Heimat

Wir sind doch nicht die einzigen Radler, sondern lernten das Nürnberger Pärchen Elke und Thomas kennen.

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Mit Elke und Thomas Pause machen

Die beiden sind in unserem Alter und wollten in ihrem Urlaub ebenfalls Sumbawa mit dem Fahrrad erkunden. Unsere Wege treffen sich mehrmals – Internet macht’s möglich – und wir verbrachten ein paar schöne gemeinsame Tage. Mittlerweile sind Elke und Thomas wieder zuhause in Nürnberg, während wir noch weiter radeln dürfen. Sie haben inzwischen auch einen Film über Sumbawa produziert: Bike & Meet Indonesia – Exciting Sumbawa

Die Straßenverhältnisse von Sumbawa

Mit unseren Trekking-Rädern sind wir auf der asphaltierten Fernverkehrsstraße geblieben, die einmal quer über die gesamte Insel Sumbawa führt. Es radelt sich super auf dieser Straße.

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Super Straßenverhältnisse auf der Trans-Sumbawa-Straße

Der Verkehr auf Sumbawa ist nicht sehr stark. Es gibt auf der ca. 500 km langen Tour von Poto Tano nach Sape nur 4 wirklich größere Steigungen (#PotoTano #Sape). Diese liegen alle erst östlich der Stadt Empang (#Empang). Sie sind zwar mehrere Kilometer lang, jedoch unter 10% Anstieg und damit ohne Schieben zu meistern. Und am anderen Ende wartet immer eine rasante Abfahrt! Andere Nebenstraßen haben wir nur in der Umgebung von Sumbawa Besar ausprobiert. Besonders witzig war eine perfekt ausgebaute Schnellstraße von ca. 5 km Länge mit Mittelstreifen, die für den Autoverkehr gesperrt war und nach Norden durch Weideland ins Nichts führte. Vielleicht ein Planungsfehler?

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Unsere Fahrradstrecke auf der Insel Sumbawa

Die Unterkünfte auf Sumbawa

Wer kein Zelt dabei hat, sollte seine Tages-Etappen vorausschauend planen. Unterkünfte sind ziemlich rar und nur in größeren Abständen verfügbar. Deshalb haben wir am Ende des Blogs alle Unterkünfte dokumentiert, die wir auf unserer Strecke gesehen haben. Die Fahrradfreunde aus Sumbawa Besar haben uns versichert, dass man auch immer bei einem Gehöft fragen kann, ob man z.B. in ihrem Garten ein Zelt aufschlagen darf. Die meisten sind unheimlich stolz darauf, ausländische Gäste zu beherbergen. Das können unsere  deutschen Radfreunde Elke und Thomas ebenfalls bestätigen. Die beiden haben auf der Umrundung des Vulkans Mount Tambora zweimal die Gastfreundschaft der Landbevölkerung in Anspruch genommen, da es auf der Halbinsel an der Nord- und Ostseite einfach keine Unterkünfte gibt. Von solchen herzlichen Begegnungen zehrt man lange. Und Sumbawa bietet viele Gelegenheiten dazu.




Konkrete Unterkünfte mit Preisen auf Sumbawa

Und hier sind die Unterkünfte entlang der Strecke von Poto Tano nach Sape, an denen wir vorbeigeradelt sind. In den Hotels mit Preis-Angaben waren wir selbst zu Gast und können deshalb die Ausstattung beschreiben:

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Hotel Anda in Alas

Alas

ca. 30 km nach Poto Tano

Hotel „Anda“ (#HotelAnda)

200.000IDR für ein Doppelzimmer, Klimaanlage, Frühstück

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Hotel Tirta Sari in Sumbawa Besar

Sumbawa Besar

78  km nach Alas (am Stadteingang)

Hotel „Tirta Sari“ (#HotelTirtaSari)

Es gibt diverse weitere Homestays und Hotels in der Stadt

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Hotel Lina in Plampang

Plampang

ca. 70 km nach Sumbawa Besar

Hotel „Lina“ (#HoelLinaPlampang in Google Maps)

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Hotel Bala Kemar in Empang

Empang

99  km nach Sumbawa Besar:

Hotel „Bala Kemar“ (#HotelBalaKemarEmpang in Google Maps)

95.000IDR für ein Doppelzimmer, Ventilator, Frühstück

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Homestay Simpang Telu in Empang

Empang

101 km nach Sumbawa Besar

Homestay „Simpang Telu“ (#HomestaySimpangTelu in Google Maps)

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Hotel Fadillah in Soriutu

Soriutu

65  km nach Empang

Hotel „Penginapan Fadillah“

am Kreisverkehr zum Abzweig der Tambora-Halbinsel 150 m weiter geradeaus fahren

(#HotelPenginapanFadillah in Google Maps)

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Hotel Anisa in Dompu

Dompu

97  km nach Empang

Hotel „Anisa“ Jl. Beringin (#HotelAnisa in Google Maps)

250.000IDR für ein Einzelzimmer mit breitem Bett für zwei, Klimaanlage, Frühstück

Es gibt noch weitere Hotels in Dompu.

 

 

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Hotel la Ode in Bima

 

Bima

70  km nach Dompu:

Hotel „La Ode“ (#HotelLaOde in Google Maps)

250.000IDR für ein Doppelzimmer, Klimaanlage, Frühstück

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Hotel de Aussaf in Sape

Sape

45  km nach Bima

Hotel „de Aussaf“ (#HotelDeAussaf in Google Maps)

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Hotel Mantika in Sape

Sape

46  km nach Bima

Hotel „Mantika“ direkt am Hafen (#HotelMantika in Google Maps)

75.000IDR für ein Doppelzimmer, Ventilator

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